Montag, 27. März 2017

Rezension: Arno Strobel - Tiefe Narbe

Hallo, ihr Lieben!

Ich melde mich heute mit einer neuen Rezension zurück: und zwar zu dem Thriller "Tiefe Narbe" von Arno Strobel. Ihr wollt wissen, ob es mir gefallen hat? Lest einfach weiter!


Eckdaten:
Titel: Tiefe Narbe
Originaltitel: Tiefe Narbe
Autor/in: Arno Strobel
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 364
Reihe: Teil 1
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2017
 Verlag: S. Fischer Verlage
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 4 sterne


Inhalt:    
Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?

Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstricken Max Bischoff und sein Partner Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint …
Ein echter »Strobel« mit einer gewohnt starken psychologischen Komponente und dem toughen jungen Ermittler Max Bischoff, der sich in einem Fall beweisen muss, der ihn vor die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere stellt.


Meine Meinung: 
"Tiefe Narbe" ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Trilogie rund um den Kommissar Max Bischoff in Düsseldorf. Ich lese die Thriller von Strobel sehr gerne, da sie stets spannend und kurzweilig sind.
Leider ist in diesem Fall jedoch die Bezeichnung "Thriller" ein wenig irreführend, da es für mich eher ein typischer Kriminalroman war.
Unser Protagonist Max sowie sein mürrischer Kollege Horst Böhmer werden bereits auf den ersten Seiten eingeführt und dem Leser vorgestellt. Dass Strobel hier mit extremen Stereotypen spielt (guter und böser Cop), hat mich eigentlich nicht gestört. Ich finde, dass die beiden trotz oder wahrscheinlich gerade wegen ihrer Gegensätze ein gutes Ermittlerteam abgaben. Trotzdem blieb gerade Max in meinen Augen das gesamte Buch über leider ziemlich blass gezeichnet.
Die Story habe ich konstant als sehr spannend und schnell wahrgenommen. Ein Ereignis folgt auf das nächste, die Story wird sehr schnell vorangetrieben. Der Fall, um den sich Bischoff und Böhmer in diesem ersten Teil der Reihe kümmern müssen, ist ziemlich grausam und erschreckend, die Szenen teilweise ziemlich explizit erzählt. Es werden der Reihe nach viele Charaktere eingeführt, die mehr oder weniger mit dem Fall in Verbindung stehen, und früher oder später wurde von mir so gut wie jeder mal verdächtigt. Strobel schafft es mal wieder gekonnt, den Leser an der Nase herumzuführen und für ordentlich Verwirrung zu sorgen. Die Story leidet darunter jedoch nicht - im Gegenteil, wie oben schon erwähnt, hatte ich kaum den Eindruck, dass die Geschichte sich unnötig in die Länge zieht.
Die sich ab der Mitte des Buches anbahnende Liebesbeziehung von Max und einer Frau ging mir jedoch eindeutig zu schnell und wirkte dadurch auch ziemlich unrealistisch. An dieser Stelle wären vielleicht ein paar Seiten mehr ganz angebracht gewesen.
Die letzten 50 Seiten sind unglaublich nervenaufreibend und spannend erzählt, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Doch leider war die Auflösung des Täters für mich nicht sonderlich überraschend, da es im Laufe des Buches ziemlich viele Hinweise gab und ich diese Person deshalb schon länger verdächtigt hatte. Schade, da konnte mich Strobel in der Vergangenheit mehr überraschen.
Die Kapitel in diesem Buch waren wieder "Strobel-typisch" sehr kurz halt gehalten, der Schreibstil locker und flüssig, sodass sich das Buch sehr gut lesen ließ.


Fazit:
"Tiefe Narbe" ist ein solider Auftakt für die neue Thriller-Trilogie rund um den Oberkommissar Max Bischoff. Er war wieder sehr kurzweilig, gut und spannend zu lesen, ich hätte mir jedoch gerade für unseren Protagonisten Max ein wenig mehr Charaktertiefe gewünscht. Auch der letztendliche Täter war ab einem gewissen Punkt für mich leider ziemlich vorhersehbar und eindeutig.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die nächsten zwei Bände!

Vielen herzlichen Dank an den Fischer-Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

4 Sterne für "Tiefe Narbe"!


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