Rezension: Elisabeth Herrmann - Die Mühle

Sonntag, 25. September 2016
Eckdaten:
Titel: Die Mühle
Originaltitel: Die Mühle
Autor/in: Elisabeth Herrmann
Genre: Thriller
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 29. August 2016
Seitenzahl: 442
 Verlag: cbt
Preis: 17,99 € (Hardcover)
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Bewertung:

Bildergebnis für 3,5 sterne


Inhalt:    
The Court – das waren die Coolen. Die Unerreichbaren. Die Helden von Lanas Schulzeit. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique kommt? Jahre, nachdem sie alle ihre alte Schule verlassen haben?

Die Kings und Queens der coolen Clique sind zwar wenig begeistert, als Lana statt ihres siebten Mitglieds bei ihrem Treffen auftaucht. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Trip führt die Clique in eine alte abgelegene Mühle, umgeben von Wildnis. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als der erste der Freunde verschwindet, bricht Panik in der Gruppe aus …


Meine Meinung: 
Als ich zum ersten Mal gehört habe, worum es in "Die Mühle" von Elisabeth Herrmann geht, wusste ich: das klingt ganz nach einem Buch für mich! Ich bin ja generell ein großer Thrillerfan, und gerade Jugendthriller gefallen mir meistens ziemlich gut. Auch von der Autorin Elisabeth Herrmann habe ich im Vorfeld viele positive Stimmen gehört.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Wir werden schnell mit unserer Protagonistin Lana vertraut gemacht, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Mir ist schon früh aufgefallen, dass die Autorin in ihrem Erzählstil bewusst "jugendlich" rüberkommen möchte, so benutzt sie öfter typischen Teenager-Slang oder auch Wörter wie "WTF" etc. Dies hat mich leider des Öfteren ziemlich genervt und hat außerdem den Lesefluss gestört.
Die Protagonistin Lana gefiel mir auf den ersten Seiten noch ziemlich gut, im Laufe der Geschichte wurde sie mir jedoch immer unsympathischer. Sie hält sich offensichtlich für etwas Besseres und war mir an vielen Stellen schon ein wenig zu sehr von sich überzeugt und fast ein bisschen frech.
Die anderen Charaktere im Buch sind zwar größtenteils ziemlich stereotypisch (es gibt den typischen Mädchenschwarm, die Zicke, die Streberin), das hat mich persönlich jedoch nicht so gestört, ich hatte trotzdem meine Lieblinge.
Was mir jedoch auch nicht so gut gefallen hat, war, dass die Charaktere sich nicht ihrem Alter entsprechend verhalten. Alle sind bereits Anfang oder Mitte zwanzig und verhalten sich an einigen Stellen so kindisch oder unreif, als wären sie erst 15-16 Jahre alt.
Das Setting der Geschichte hat mir super gefallen. Die Autorin hat ein Talent dafür, mit ihren Erzählungen sehr gut gewisse Stimmungen rüberzubringen. Ich habe mich beim Lesen die ganze Zeit ein wenig unwohl gefühlt, da die Autorin die ganze Stimmung im dunklen Wald und in der verlassenen Mühle gut rüberbringen konnte.
Als Leser fiebert man die ganze Zeit mit, wer hinter dem makabren Spiel stecken und der Clique von früher mehr als nur einen Streich spielen könnte. Ich hatte während des Lesens viele verschiedene Theorien, die ich jedoch alle wieder über Bord werfen musste.
Mit der Auflösung am Ende hatte ich so nicht gerechnet, muss aber jedoch gestehen, dass ich davon nicht so begeistert war. Es konnte mich einfach nicht wirklich umhauen. Die ganze Auflösung kommt etwas schnell und unrealistisch herüber, ich konnte das Motiv des Täters auch nicht so ganz nachvollziehen, um ehrlich zu sein.
Die Kapitel im Buch hatten jedoch eine angenehme Länge und mit dem Schreibstil der Autorin war ich auch zufrieden, obwohl ich mir an einigen Stellen ein bisschen weniger Jugendsprache gewünscht hätte, da alle Charaktere schon längst aus dem Alter raus waren.


Fazit:
Das gesamte Setting und die düstere Stimmung haben mir in "Die Mühle" super gefallen! Ich konnte jedoch leider nicht so ganz mit unserer Protagonistin Lana warm werden, und auch der Schreibstil war mir teilweise zu "jugendhaft". Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet, es konnte mich leider nicht umhauen und war in meinen Augen zu konstruiert und unrealistisch.
Diesen Thriller kann man gelesen haben, muss man jedoch nicht.

Vielen Dank an den cbt-Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

3,5 Sterne für "Die Mühle"!

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