Rezension: Carla Buckley - Mondscheinjunge

Mittwoch, 21. Oktober 2015 | 0 Comments

Eckdaten:

Titel: Mondscheinjunge
Originaltitel: The Deepest Secret
Autor/in: Carla Buckley
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 480
 Verlag: Goldmann
Preis: 14,99 € (Broschiert)


Inhalt: 

"Tylor Lattimore feiert seinen vierzehnten Geburtstag, aber noch immer weiß er nicht, wie sich die Strahlen der Sonne auf seiner Haut anfühlen – denn er kann nur leben, wenn es dunkel ist. Licht fügt ihm unerträgliche Schmerzen zu und kann sogar tödlich sein. Er verbringt seine Tage in einem verschlossenen Zimmer, nur nachts wagt er sich nach draußen. Seine größte Leidenschaft ist seine Kamera, mit der er durch die Dunkelheit streift. Als Amy, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, plötzlich spurlos verschwindet, gerät Tylors Leben in Aufruhr. Seiner Mutter, die sich unermüdlich um sein Wohlergehen kümmert, scheint der Vorfall sehr nahezugehen. Was war in dem sonst so ruhigen Wohnviertel passiert, dass Amy nicht mehr nach Hause zurückkehrte? Ausgerechnet Tylor sieht jetzt klarer als irgendjemand sonst und entdeckt eine Spur, die geradewegs ins Unheil führt …"

Meine Meinung:

Auf das Buch wurde ich zuallererst wegen des wirklich schön gestalteten Covers aufmerksam, es wirkt wirklich geheimnisvoll und düster. Auch der Klappentext sprach mich wirklich an, da ich noch kein Buch mit dieser Thematik, sprich Tylors seltener Krankheit, gelesen habe.
Der Einstieg in das Buch fiel ziemlich leicht. "Mondscheinjunge" ist aus der Sicht diverser Personen geschrieben, die in dem Buch eine tragende Rolle spielen. So melden sich abwechselnd Tylor selbst, seine Mutter oder sein Vater aus ihrer Sicht zu Wort und geben einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Der Schreibstil ist durchgehend sehr flüssig, das Buch ließ sich aufgrund vieler kurzer, prägnanter Sätze leicht lesen.
Ich fand es wirklich interessant, etwas über Tylors Krankheit zu erfahren. Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat, da wirklich ausgiebig und ausführlich über diese Krankheit berichtet wurde. Ich war als Leser teilweise richtig geschockt, wie eingeschränkt Tylor in seiner Lebensweise ist, so muss er beispielsweise selbst nachts, wenn er auf seinen Streifzügen durch die Nachbarschaft ist, aufpassen, dass ihn keine Autolichter blenden, da er sich sonst lebensgefährliche Verbrennungen zuziehen könnte.
 Bezüglich des Verschwinden des Nachbarkindes Amy erfährt der Leser schon auf den ersten 50 Seiten, was wirklich geschah und somit begleitet man die vielen Protagonisten fast während des gesamten Buches dabei, den Täter zu entlarven.
 An dieser Stelle würde ich gerne den größten Kritikpunkt äußern: Von einem "Spannungsroman" zu sprechen, wird dem Roman meiner Meinung nach einfach nicht gerecht. Ich habe "Mondscheinjunge" als ein gewaltiges Familiendrama empfunden, aber definitiv nicht als ein großartig spannendes Buch, und wenn, dann eher mit einer sehr subtilen Spannung.
Erst auf den letzten 50-70 Seiten kommt so richtig Fahrt in die Geschichte, auf einmal überschlagen sich die Geschehnisse. 
Auf den restlichen Seiten passiert um ehrlich zu sein nicht wirklich etwas. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, man begleitet Taylor, wie er nachts viel über seine Nachbarn herausfindet und dies mit seinem Fotoapparat festhält.
  Gut fand ich jedoch die Charakterausarbeitungen. Fast alle Charaktere in diesem Buch wurden sehr gut ausgearbeitet und hatten eine gewisse Tiefe. Auch konnte man sich in jeden Protagonisten in gewisser Weise hineinfühlen und entwickelte eine Empathie.


Fazit:

  Leider hatte ich mir von "Mondscheinjunge" etwas anderes erhofft. Statt einem spannenden Psychothriller bekommt man als Leser ein (jedoch gut ausgearbeitetes und ausgeklügeltes) Familiendrama mit vielen Emotionen, die in einem großen Showdown enden. Gut hat mir gefallen, dass man sich in jeden Protagonisten sehr gut hineinversetzen konnte. Auch ließ sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen.

Ich danke dem Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Ich gebe "Mondscheinjunge" 3,5 von 5 Sterne.
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Rezension: Stephen King - Finderlohn

Montag, 12. Oktober 2015 | 0 Comments

Eckdaten:

Titel: Finderlohn
Originaltitel: Finders Keepers
Autor/in: Stephen King
Genre: Krimi, Thriller
Reihe: Band 2
Seitenzahl: 544
 Verlag: Heyne
Preis: 22,99 € (Hardcover)
Link: Klick hier!
 
 

Inhalt: 

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?
 
 

Meine Meinung:

"Finderlohn" ist der Nachfolger von "Mr. Mercedes" und somit der zweite Teil in der Bill Hodges-Trilogie von Stephen King. Vorab: Ich habe "Mr. Mercedes" nicht gelesen, denke aber, dass man "Finderlohn" auch sehr gut als alleinstehenden Band betrachten kann. Man könnte eventuell aber darüber gespoilert werden, was in "Mr. Mercedes" teilweise so passiert ist.
Allein das Cover von "Finderlohn" hat mich schon absolut in seinen Bann gezogen. Es besticht, passend zu den anderen King-Büchern aus dem Heyne Verlag, mit einem einfachen, aber doch sehr einprägsamen Design.
Der Einstieg in das Buch fiel mir persönlich leider nicht so leicht. Gleich zu Beginn werden viele verschiedene Personen vorgestellt, die teilweise auch noch in beiden Zeitebenen agieren. Da kann man als Leser schnell mal durcheinander kommen. 
Doch das ist bei King eben nicht untypisch, genau wie die Beschreibung der jahrelangen Entwicklung eines oder mehreren Protagonisten. Damit sollte man als Leser keine Probleme haben, Kings Romane sind eben nicht die ganze Zeit super spannend. King setzt stets darauf, seine Charaktere dem Leser so nah wie möglich zu bringen, so gewinnen seine Bücher nur langsam an Spannung, dafür lässt sich bei den Protagonisten eine große Charaktertiefe finden.
"Finderlohn" spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, im Mittelpunkt stehen dabei zum Einen Morris Bellamy, der in den Siebzigern den berühmten Autor John Rothstein ermorderte, danach aber wegen eines anderen Vergehens im Gefängnis landete.
 Die Leser begleiten Bellamy über 33 Jahre hinweg, bis dieser auf Bewährung frei kommt und sich auf die Suche nach seinen zuvor versteckten Notizen des ermordeten Autors macht.
Die andere Zeitebene spielt von 2010-2014 und begleitet den engagierten Schüler Pete Saubers, der durch Zufall die versteckte Beute von Bellamy findet.
Nach und nach entsteht so ein verzwicktes Katz und Maus-Spiel, zu dem ab Mitte des Buches noch der Ermittler Bill Hodges mit seinem Team dazustößt. King schafft es mal wieder geschickt, viele verschiedene Handlungsstränge gegen Ende in einem fulminanten Ende zusammenlaufen zu lassen. Dabei spielen Personen, denen man am Anfang keine große Rolle zugetraut hätte, letztendlich doch eine wichtige Rolle.
 Hatte das Buch doch ziemlich langsam begonnen, so nahm es ab dem letzten Drittel dann wirklich rasant an Fahrt auf und wurde zum Teil auch ziemlich blutig (also nichts für schwache Nerven! ;)). 
Es geht in "Finderlohn" primär nicht darum, den Killer endlich zu fassen, viel mehr steht dieses Katz und Maus-Spiel im Vordergrund. Ich fand es sehr interessant, einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt eines kaltblütigen Mörders zu bekommen. Aber auch Pete Saubers' Kapitel waren für mich sehr interessant zu lesen.


Fazit:

  "Finderlohn" konnte mich durch seine interessanten, typisch King sehr gut ausgemalten und farbigen Charakteren und einer interessanten Story wirklich in den Bann ziehen. Der Leser sollte keinen großen Spannungs- oder gar Horror-Roman erwarten, denn das wird er in "Finderlohn" definitiv nicht finden. Die Story hat mir aber gut gefallen, auch die Einblicke in die Gedankenwelt der verschiedenen Charaktere fand ich gelungen.

Ich danke dem Heyne Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Ich gebe "Finderlohn" 4 von 5 Sterne.


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Rezension: Monica Murphy - Together Forever: Zweite Chancen

Samstag, 3. Oktober 2015 | 0 Comments

Eckdaten:

Titel: Together forever - Zweite Chancen
Originaltitel: Second chance boyfriend
Autor/in: Monica Murphy
Genre: Young Adult
Reihe: Band 2
Seitenzahl: 368
 Verlag: Heyne
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)


Inhalt: 

Die Geschichte um Faible und Drew geht weiter ...
 "Wenn ich Faible doch nur überreden könnte, mir eine zweite Chance zu geben! Dann würden sie und ich uns beide nicht mehr so verloren fühlen. Wir könnten zusammenfinden. Für immer."
 
 

Meine Meinung:

"Together forever - Zweite Chancen" ist der zweite Teil der Young-Adult-Reihe rund um Faible & Drew. Unsere beiden Protagonisten haben wir schon in Teil eins sehr gut kennengelernt, Band zwei setzt wenige Zeit später nach dem Ende vom ersten Teil ein.
Wie auch in Teil eins wird die Geschichte einerseits aus der Sicht von Drew, andererseits von Faible erzählt. Dies lässt den Leser tief in die Gefühle und die Seelen der beiden blicken. Neu im zweiten Teil ist, dass auch Drews Stiefmutter Adele im Buch ihre eigenen Kapitel hat. Das fand ich zum Einen sehr erfrischend, zum Anderen unheimlich interessant. Ich finde, dass Adele eine auf ihre Weise durchaus sehr faszinierende Person ist. Aus diesem Grund fand ich es interessant, auch mal in ihre Gefühlswelt sehen zu können.
Ebenfalls lassen sich auch in "Zweite Chancen" wieder die typischen Zitate an den Kapitelanfängen finden, was mir sehr gefallen hat.
Zunächst begleiten wir Drew und Faible dabei, wie sie versuchen, nach dem großen Streit, der am Ende von Band eins stattgefunden hat, wieder mit ihrem Leben weiterzumachen. Wir als Leser begleiten zum Beispiel Faible dabei, wie sie eine gutbezahlte Stelle in einem noblen Restaurant angeboten bekommt. Drew muss sich weiterhin mit den Problemen seines Vaters und dadurch auch mit Adele herumschlagen.
Im Laufe der Geschichte werden dann einige neue Personen eingeführt, die alles nochmal sehr aufgefrischt haben. So lernen wir zum Beispiel den geheimnisvollen Restaurantbesitzer Colin kennen. Wieso bietet er Faible einfach so einen gutbezahlten Job an, obwohl sich die beiden gar nicht kennen? 
Ebenfalls eingeführt wird die quirlige Jen, eine Arbeitskollegin von Faible.
Schritt für Schritt kommen sich Drew und Faible im Laufe der Geschichte dann immer wieder näher und alles scheint absolut perfekt, es könnte nicht besser laufen.
Der Schluss hat mich dann nochmal komplett weggehauen. Man hat absolut nicht mit einer so krassen Wendung gerechnet, nachdem das Buch die ganze Zeit über so harmonisch und einfach schön geschrieben war. Auf den letzten 20 Seiten habe ich mich regelmäßig dabei erwischt, atemlos eine Seite nach der anderen gelesen zu haben. 
Kurzzeitig war ich echt geschockt, finde das Ende aber im Nachhinein absolut gerechtfertigt und für die Geschichte auch passend.
 Das Buch ließ sich, wie sein Vorgänger auch, super leicht und locker flockig weglesen. Die Kapitel sind abermals relativ kurz, sodass man sehr schnell durch das Buch kommt. Natürlich lassen sich auch in "Zweite Chancen", ganz dem Genre entsprechend, auch wieder viele prickelnde, heiße Szenen finden, die die Geschichte zwischendurch mal wieder auflockern.
 
 

Fazit:

  Leider ist die Geschichte rund um Drew und Faible mit diesem zweiten Band abgeschlossen. Mir hat ihre Geschichte insgesamt wirklich sehr gut gefallen, weil es mal eine andere Young-Adult-Geschichte war. Mit der unerwarteten Wendung gegen Ende habe ich persönlich überhaupt nicht gerechnet, und genau das hat das Buch für mich nochmal sehr aufgewertet.
Die "Together forever"-Reihe ist für Drew und Faible nun zuende, doch es ist bereits ein dritter Teil aus der Reihe erschienen - diesmal geht es jedoch um Colin und Jen. Da mir der Schreibstil von Monica Murphy sehr gut gefällt und Drew & Faible auch "Gastauftritte" haben sollen, werde ich mir den dritten Teil auch auf jeden Fall zulegen.
Ich kann "Zweite Chancen" und auch seinen Vorgänger "Total verliebt" für alle Young Adult-Liebhaber nur empfehlen!
 
Ich danke dem Heyne-Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.
 
Ich gebe "Together Forever: Zweite Chancen" 4,5 von 5 Sterne.
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