Rezension: Wiebke Lorenz - Alles muss versteckt sein

Dienstag, 4. August 2015
Laura @zeilenverliebt on Instagram photo 01/01/1970 02:00

Eckdaten:

Titel: Alles muss versteckt sein
Originaltitel: Alles muss versteckt sein
Autor/in: Wiebke Lorenz
Genre: Thriller
Seitenzahl: 352
 Verlag: Diana Verlag
Preis: 15,95 € (Broschiert)
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Inhalt:

Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint … 

Meine Meinung:

Mit "Alles muss versteckt sein" habe ich meinen zweiten Thriller von Wiebke Lorenz gelesen. Nach dem grandiosen, spannenden Buch "Bald ruhest du auch" hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen, die größtenteils auch erfüllt wurden.
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, ich wurde sofort wieder warm mit dem leichten Schreibstil der Autorin. Wir lernen Marie kennen, die sich wegen einer grausamen Tat an ihrem Freund Patrick in der Psychiatrie befindet.
Wir lernen ihren Tagesablauf dort, ihre Zimmergenossen, ihren behandelnen Arzt Jan kennen und merken mit der Zeit und in den zahlreichen Gesprächen mit ihrem Arzt mit der Zeit kennen, dass Marie so gar nicht ein typisches Täterprofil aufweist, und nach und nach zweifelt nicht nur Marie, sondern auch ihr Arzt an ihrer Schuld und versuchen, dem wahren Täter auf die Spur zu kommen.
Die Geschichte rund um Marie wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der eine Strang spielt in der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Marie in der Psychiatrie und zeigt, wie Marie sich ihrem Arzt nach und nach immer mehr öffnet und ihre Vergangenheit erzählt. Der zweite Strang in dieser Geschichte ist dann die Vergangenheit und erzählt Maries Geschichte vor ihrer Erkrankung. Durch Maries Erzählungen, natürlich in der Ich-Perspektive, lernen wir sie sehr gut kennen, erfahren, was für ein Mensch sie ist, wie sie lebt und welch schlimme Dinge sie vor einigen Jahren durchleben musste.
Wiebke Lorenz verwebt gekonnt nach und nach diese beiden Handlungsstränge und arbeitet so auf ein fulminantes Ende hin.
Die Geschichte wird, je mehr man über Maries Vergangenheit kennenlernt, immer spannender und da Marie bei ihren Erzählungen immer bei der spannendsten Stelle stoppt, muss man so natürlich immer weiter lesen.
Das Ende konnte ich zum Teil so voraussehen, wie es dann auch passiert ist, einige Dinge jedoch auch nicht, beispielsweise hätte ich niemals mit diesem Täter gerechnet. Leider wirkt das Ende für meinen Geschmack aber ein bisschen zu konstruiert und unglaubwürdig, nichtsdestotrotz hat das Buch viel Potenzial und bietet Nervenkitzel, Spannung und lässt den Leser atemlos zurück.


Fazit:

"Alles muss versteckt sein" hat mich nicht enttäuscht! Es ist ein wirklich spannender Thriller mit einer überaus interessanten Thematik, über die ich so auch noch nicht gelesen habe. Man merkt wirklich, wie sehr sich die Autorin für das Buch mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Das Ende wirkte leider ein wenig zu konstruiert, ist aber dennoch lesbar und durchaus überraschend.
Wer Wiebke Lorenz noch nicht kennt, sollte sich definitiv mal eins ihrer Bücher ansehen! :)

Ich danke dem Diana Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar.
Ich gebe "Alles muss versteckt sein" 4 von 5 Sterne.

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