Sonntag, 19. Juli 2015

Rezension: Josh Malerman - Bird Box: Schließe deine Augen

Laura @zeilenverliebt on Instagram photo 01/01/1970 00:00

Eckdaten:

Titel: Bird Box - Schließe deine Augen
Originaltitel: Bird Box
Autor/in: Josh Malerman
Genre: Endzeit, Thriller, Horror
Seitenzahl: 320
 Verlag: Penhaligon
Preis: 19,99 € (Gebundene Ausgabe)
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Inhalt:

Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …


Meine Meinung:

Nach vielen positiven Stimmen zu "Bird Box" wurde ich sehr neugierig auf dieses Buch und musste es mir sofort kaufen. Das Buch spielt abwechselnd auf zwei Zeitebenen. Die eine Geschichte spielt in der Vergangenheit, in der man viel über die Hauptprotagonistin Malorie; ihre Schwester, mit der sie zusammen lebt; und die Zeit vor dem Ausbruch des Wahnsinns auf der Welt. Die andere Geschichte spielt in der jetzigen Zeit und zeigt, wie Malorie und ihre beiden Kinder leben. Außerdem begleiten wir sie im Laufe der Geschichte auf dem langen, gefährlichen Weg auf einem Boot im Fluss zu einer Gruppe von Überlebenden.
Die Idee, die Geschichte in zwei Zeitebenen zu erzählen, fand ich wirklich gut.
Jedoch muss ich sagen, dass mir der Einstieg in das Buch aus irgendeinem Grund leider nicht leichtgefallen ist. Doch nach einiger Zeit konnte ich mich mit dem Schreibstil von Josh Malerman anfreunden und kam dann auch recht schnell durch das Buch.
Das Endzeitszenario, was in diesem Buch beschrieben wird, finde ich richtig gut. Es ist mal etwas ganz anderes, wenn die Protagonisten im Buch ihre Augen außerhalb des Hauses nicht öffnen dürfen, da man sich dann aufgrund der Empfindungen der Charaktere so richtig schön gruseln kann - denn die Protagonisten können ja nur das erzählen, was sie spüren, fühlen oder wahrnehmen, nicht das, was sie sehen. So fühlt man sich als Leser fast wie einer der Überlebenden in dem Buch.
Leider muss ich aber sagen, dass ich dieses Buch absolut nicht dem Thriller- oder gar dem Horror-Genre zuordnen würde. Dafür fehlte mir, besonders in der Zeitebene, in der Malorie auf dem Fluss unterwegs ist, einfach die Spannung.
Zwar enden die einzelnen Kapitel immer mit einem kleinen Cliffhanger, sodass man immer gleich weiterlesen muss, aber auf dem Fluss kam für mich persönlich einfach keine Spannung auf, ich langweilte mich sogar fast. Dafür fand ich die andere Zeitebene umso spannender, weil dort einfach viel mehr passierte und die Stimmung viel düsterer war.
Die Hauptprotagonistin Malorie war mich persönlich leider ziemlich unsympathisch. Ich mochte ihre Art leider gar nicht, sie wirkte sehr herzlos (nennt ihre Kinder nie beim Namen). Dafür mochte ich einige der Nebencharaktere, vor allem Tom, dafür umso mehr. Tom war mir sofort sympathisch und ich konnte mich sehr mit seinen Taten und Handlungen identifizieren.


Fazit:

Leider hat mich "Bird Box" ein klein bisschen enttäuscht. Das Endzeitszenario fand ich wirklich super, jedoch hätte man viel mehr aus der Geschichte machen können. Die Spannung fehlte für mich leider an einigen Stellen komplett und auch eine gruselige, beklemmende Stimmung kam für mich leider nur an wenigen Stellen auf. Zudem mochte ich die Hauptprotagonistin Malorie nicht wirklich. Dafür konnte es der flüssige Schreibstil des Autors und einige der Nebencharaktere in dem Buch wieder ein bisschen rausreißen.
 
Ich gebe "Bird Box - Schließe deine Augen" 3,5 von 5 Sterne.
 
 

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