Dienstag, 2. Juni 2015

Rezension: Stefanie Kasper - Das verlorene Dorf

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Eckdaten:

Titel: Das verlorene Dorf
Originaltitel: Das verlorene Dorf
Autor/in: Stefanie Kasper
Genre: Thriller
Seitenzahl: 376
 Verlag: Goldmann
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
Link: Klick hier!

Inhalt:

Oberbayern 1843: Als sich die junge Waise Rosalie in den Bauern Romar verliebt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch die Waisenhausvorsteherin warnt Rosalie vor dieser Ehe und macht sonderbare Andeutungen. Rosalie heiratet Romar dennoch und folgt ihm in sein Heimatdorf, das tief im Wald verborgen liegt. Eines Nachts hört Rosalie ein Neugeborenes weinen, das am nächsten Tag als angebliche Totgeburt begraben wird. Dann kommt eine junge Frau, mit der Rosalie sich angefreundet hat, auf mysteriöse Weise zu Tode. Rosalie wird bald bewusst, dass in Romars Dorf nichts ist, wie es scheint – und dass auch sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt ...

Meine Meinung:

 Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich vor allem wegen des schönen Covers, das mysteriös und geheimnisvoll wirkt und eine leicht bedrohliche Stimmung erzeugt. Auch der Klappentext vom Buch hat mich direkt angesprochen und machte mich neugierig auf die Geschichte. 
So fing ich also an zu lesen und konnte das Buch für 2-3 Stunden erstmal nicht aus der Hand legen. Ich dachte mir immer: "Nur noch ein Kapitel, dann hörst du erstmal auf!" Doch ich konnte es nicht, ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Anfangs spielte sich das Geschehen noch im Waisenhaus ab, in dem Rosalie aufwächst, nachdem sie ihre Eltern verloren hat. Nach einigen Geschehnissen, nachdem sie den Bauern Romar kennengelernt hat, verlagert sich die Handlung in die kleine Siedlung Haberatshofen im Sachsenrieder Forst, indem nur gut zwei Dutzend Menschen leben.
Anfangs kommt unsere Hauptprotagonistin Rosalie noch gut mit den Bewohnern dort klar und versteht nicht, wieso sie alle vor den Haberatshofenern warnen.
Doch mit der Zeit, indem immer mehr mysteriöse Geschehnisse in dem kleinen Dorf passieren, auf die Rosalie sich zunächst keinen Reim bilden kann und auch ihr Ehemann immer abweisender und unfreundlicher wird, verändert sich Rosalie und beginnt, sich ihre Gedanken zu machen und sich auch gegenüber den Dorfbewohnern immer aufmüpfiger zu zeigen.
 Stefanie Kasper hat einen ganz besonderen Schreibstil. Sie schreibt authentisch, lässt ihre Charaktere lebendig werden und hat ein absolutes Talent für Landschaftsbeschreibungen. Ich konnte mir das Dorf Haberatshofen und seine Bewohner persönlich super gut vorstellen und hatte immer ein klares Bild vor Augen.
 Als Leser merkt man gleich anfangs, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt. Die Bewohner verhalten sich am Anfang auffällig nett und freundlich, doch mit der Zeit bröckelt die Fassade, und das merkt irgendwann auch Rosalie. Wieso wird Rosalie von öffentlichen Versammlungen der Bewohner stets ausgeschlossen? Wieso scheint keiner wirklich die Wahrheit zu sagen? Wieso hört sie in der einen Nacht ein Neugeborenes schreien, das den Tag darauf tot ist?
Während des Lesens wurde ich komplett von dem Buch in seinen Bann gezogen. Mir läuft jetzt noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich an das gruselige und mysteriöse Dorf und seine Bewohner denke. In dem Buch herrscht eine so bedrückende und beklemmende Atmosphäre, wie ich sie bisher noch in keinem zweiten Buch gelesen habe.
Die Charaktere sind überschaubar und meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet. 
Das Ende hatte ich mir ungefähr bei 2/3 des Buches schon so gedacht, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Die Autorin hat ein gutes, erschreckendes Ende konstruiert das mir teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Ich denke, "Das verlorene Dorf" ist ein Buch, das mich noch eine lange Zeit verfolgen wird und an das ich noch lange denken werde. Besonders beeindruckt hat mich noch die gute Recherche der Autorin. Die Siedlung Haberatshofen gab es im 19. Jahrhundert tatsächlich und wurde von drei Familien bewohnt, was die Geschichte natürlich gleich nochmal authentischer macht.

Fazit:

Stefanie Kasper hat mit "Das verlorene Dorf" einen großartigen Thriller geschrieben, der mich komplett in seinen Bann zog und von dem ich einfach nicht wegkam. Die Autorin schafft eine nicht vergleichbare gruselige und beklemmende Atmosphäre mit großartig herausgearbeiteten, lebendigen Charakteren. Jetzt schon eines meiner Jahreshighlights! Unbedingt zu empfehlen für jeden Thriller-Fan!
Vielen Dank an Goldmann für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!
Ich gebe "Das verlorene Dorf" 5 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Das klingt wirklich toll ! Eine tolle Rezension ♥ und dein neues Design gefällt mir auch total gut :) und ich folge dir jetzt auch endlich ( ich dachte die ganze Zeit ich würde dir schon folgen :o )

    Liebe Grüße
    Nasti ♥

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  2. Hallöchen

    ich fand das Buch auch richtig toll, hoffe es ist ok wenn ich deine bei mir verlinke:
    Das verlorene Dorf
    Lasse dir gaaaanz liebe Grüße da.

    Deine neue Leserin,
    Nadine ♥

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