Freitag, 28. Oktober 2016

Rezension: Annie J. Dean - Seelenhauch (Dark Diamonds)

Hey, ihr Lieben!

Wie bereits im letzten Post angekündigt, durfte ich für ein Buch aus dem neuen digitalen Carlsen-Imprint "Dark Diamonds" Buchpatin sein und das Buch exklusiv schon vor dem Erscheinungstermin lesen.
Das Buch heißt "Seelenhauch", wurde von Annie J. Dean geschrieben, und in diesem Post würde ich es euch gerne näher vorstellen!


Vorstellung von "Dark Diamonds" - dem neuen digitalen Imprint aus dem Carlsen Verlag


Hallo, ihr Lieben!
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gibt es vom Carlsen Verlag ein neues digitales Imprint, welches "Dark Diamonds" heißt! Hier das Logo vom neuen Label, welches ich einfach nur wunderschön finde:

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Interview mit Ursula Poznanski & Arno Strobel

Hey, ihr Lieben!

Ich hatte am Samstag, den 22. Oktober, auf der Frankfurter Buchmesse die große Ehre, die beiden deutschen Autoren Ursula Poznanski und Arno Strobel zu interviewen. Wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich die Bücher der beiden liebe!
Bereits letztes Jahr  erschien mit "Fremd" das erste gemeinsame Buch der beiden, seit dem 21. September 2016 ist der Thriller "Anonym" im Handel erhältlich. (Hier geht's zur Rezension!)

Nachfolgend nun das Interview und ein paar Impressionen...

Sonntag, 25. September 2016

Rezension: Ursula Poznanski & Arno Strobel - Anonym

Eckdaten:
Titel: Anonym
Originaltitel: Anonym
Autor/in: Ursula Poznanski & Arno Strobel
Genre: Thriller/Krimi
Seitenzahl: 379
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 21. September 2016
 Verlag: Wunderlich
Preis: 19,95 € (Hardcover)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 4 sterne


Inhalt:    
Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr...

Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben...


Meine Meinung: 
Nachdem ich von "Fremd", der ersten Zusammenarbeit von Ursula Poznanski und Arno Strobel, schon so begeistert war und gehofft habe, dass die beiden nochmal zusammenarbeiten, war es natürlich klar, dass ich "Anonym" auch lesen muss. Arno Strobel und Ursula Poznanski gehören für mich persönlich einfach zu den besten Autoren Deutschlands, und wenn die beiden zusammen ein Buch schreiben, kann das nur gut werden.
Der Klappentext von "Anonym" hat mich wirklich neugierig auf das Buch gemacht.
Das Buch beginnt gleich mit einem brutalem und grausigem Prolog, der einem schon das Blut in den Adern gefrieren lässt. Das Buch ist danach abwechselnd aus den Perspektiven unserer beiden Protagonisten geschrieben, nämlich Nina Salomon sowie Daniel Buchholz.
Mir fiel es anfangs etwas schwer, in die Geschichte reinzukommen und mich mit den beiden Hauptcharakteren "anzufreunden". Nach einer gewissen Zeit hatte ich mich jedoch an die beiden gewöhnt und fand vor allem Nina Salomon einen sehr interessanten und spannenden Charakter. Sie ist sehr selbstbewusst, lässt sich nicht viel sagen und hat ihren eigenen Kopf.
Es war spannend zu sehen, wie Buchholz und Salomon sich langsam und Schritt für Schritt annähern, da auch die beiden zum ersten Mal gemeinsam an einem Fall arbeiten.
Die ganze Idee rund um das Internetforum "Morituri" hat mir persönlich super gefallen. Es war mal etwas vollkommen neues, was ich so bisher nicht gelesen habe. Und auch wenn ich glaube, dass es so etwas in echt wahrscheinlich nicht geben könnte, wurde die Idee rund um das Forum gut ausgearbeitet und realistisch im Buch umgesetzt.
Zwischendurch erhält der Leser auch immer wieder einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt des Bosses vom Forum "Morituri", der sich selbst nur Trajan nennt.
Die Morde, die er an seinen Opfern ausführt, werden genau und explizit beschrieben und sind sehr brutal. Und die Hamburger Polizei steht vor einem großen Rätsel und muss mit ansehen, wie immer mehr Menschen ihr Leben lassen müssen.
Leser mit schwachen Nerven sollten also besser die Finger von diesem Buch lassen.
Die letzten 50 Seiten des Buches waren so spannend, dass ich das Buch in Windeseile gelesen habe und es gar nicht weglegen konnte. Plötzlich geraten nämlich auch die Ermittler Salomon und Buchholz ins Visier von Trajan, und schweben in großer Gefahr.
Das Ende fand ich wirklich nervenaufreibend, super spannend und es passieren noch einige Dinge, mit denen man so niemals gerechnet hätte. Wer nun letztendlich hinter Trajan und dem Forum steckt, wird hier natürlich nicht verraten. Nur so viel: ich hätte niemals mit diesem Jemand gerechnet und war deswegen wirklich geflasht.
Besonders gut hat mir ebenfalls gefallen, dass dieser Thriller eine hohe Aktualität besitzt. Ein großes Thema spielen nämlich die sozialen Medien sowie die Macht der Printmedien. Ebenfalls wird darauf eingegangen, wie sich neue Meldungen im Internet quasi in Windeseile verbreiten.
Der Schreibstil im Buch ist, wie wir es von den beiden Autoren schon kennen, die ganze Zeit absolut fesselnd und packend. Man möchte und kann einfach nicht aufhören zu lesen. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und waren weder zu lang, noch zu kurz.


Fazit: 
Der Start in das Buch ist mir leider ein wenig schwer gefallen, doch bald nimmt das Buch rasant an Fahrt auf und man fiebert die ganze Zeit mit den beiden Protagonisten im Buch mit. Die Idee rund um das Forum "Morituri" hat mir super gefallen und wurde grandios und ziemlich realistisch umgesetzt. Das Ende strotzte nur so vor Spannung und mit der Person, die letztendlich hinter allem steckte, hatte ich so auch nicht gerechnet. Der Schreibstil von Poznanski & Strobel ist natürlich wieder klasse und so konnte man gar nicht anders, als über die Seiten zu fliegen.
Große Empfehlung!

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

4 Sterne für "Anonym"!

Rezension: Elisabeth Herrmann - Die Mühle

Eckdaten:
Titel: Die Mühle
Originaltitel: Die Mühle
Autor/in: Elisabeth Herrmann
Genre: Thriller
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 29. August 2016
Seitenzahl: 442
 Verlag: cbt
Preis: 17,99 € (Hardcover)
Link: Klick hier!
Bewertung:

Bildergebnis für 3,5 sterne


Inhalt:    
The Court – das waren die Coolen. Die Unerreichbaren. Die Helden von Lanas Schulzeit. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique kommt? Jahre, nachdem sie alle ihre alte Schule verlassen haben?

Die Kings und Queens der coolen Clique sind zwar wenig begeistert, als Lana statt ihres siebten Mitglieds bei ihrem Treffen auftaucht. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Trip führt die Clique in eine alte abgelegene Mühle, umgeben von Wildnis. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als der erste der Freunde verschwindet, bricht Panik in der Gruppe aus …


Meine Meinung: 
Als ich zum ersten Mal gehört habe, worum es in "Die Mühle" von Elisabeth Herrmann geht, wusste ich: das klingt ganz nach einem Buch für mich! Ich bin ja generell ein großer Thrillerfan, und gerade Jugendthriller gefallen mir meistens ziemlich gut. Auch von der Autorin Elisabeth Herrmann habe ich im Vorfeld viele positive Stimmen gehört.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Wir werden schnell mit unserer Protagonistin Lana vertraut gemacht, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Mir ist schon früh aufgefallen, dass die Autorin in ihrem Erzählstil bewusst "jugendlich" rüberkommen möchte, so benutzt sie öfter typischen Teenager-Slang oder auch Wörter wie "WTF" etc. Dies hat mich leider des Öfteren ziemlich genervt und hat außerdem den Lesefluss gestört.
Die Protagonistin Lana gefiel mir auf den ersten Seiten noch ziemlich gut, im Laufe der Geschichte wurde sie mir jedoch immer unsympathischer. Sie hält sich offensichtlich für etwas Besseres und war mir an vielen Stellen schon ein wenig zu sehr von sich überzeugt und fast ein bisschen frech.
Die anderen Charaktere im Buch sind zwar größtenteils ziemlich stereotypisch (es gibt den typischen Mädchenschwarm, die Zicke, die Streberin), das hat mich persönlich jedoch nicht so gestört, ich hatte trotzdem meine Lieblinge.
Was mir jedoch auch nicht so gut gefallen hat, war, dass die Charaktere sich nicht ihrem Alter entsprechend verhalten. Alle sind bereits Anfang oder Mitte zwanzig und verhalten sich an einigen Stellen so kindisch oder unreif, als wären sie erst 15-16 Jahre alt.
Das Setting der Geschichte hat mir super gefallen. Die Autorin hat ein Talent dafür, mit ihren Erzählungen sehr gut gewisse Stimmungen rüberzubringen. Ich habe mich beim Lesen die ganze Zeit ein wenig unwohl gefühlt, da die Autorin die ganze Stimmung im dunklen Wald und in der verlassenen Mühle gut rüberbringen konnte.
Als Leser fiebert man die ganze Zeit mit, wer hinter dem makabren Spiel stecken und der Clique von früher mehr als nur einen Streich spielen könnte. Ich hatte während des Lesens viele verschiedene Theorien, die ich jedoch alle wieder über Bord werfen musste.
Mit der Auflösung am Ende hatte ich so nicht gerechnet, muss aber jedoch gestehen, dass ich davon nicht so begeistert war. Es konnte mich einfach nicht wirklich umhauen. Die ganze Auflösung kommt etwas schnell und unrealistisch herüber, ich konnte das Motiv des Täters auch nicht so ganz nachvollziehen, um ehrlich zu sein.
Die Kapitel im Buch hatten jedoch eine angenehme Länge und mit dem Schreibstil der Autorin war ich auch zufrieden, obwohl ich mir an einigen Stellen ein bisschen weniger Jugendsprache gewünscht hätte, da alle Charaktere schon längst aus dem Alter raus waren.


Fazit:
Das gesamte Setting und die düstere Stimmung haben mir in "Die Mühle" super gefallen! Ich konnte jedoch leider nicht so ganz mit unserer Protagonistin Lana warm werden, und auch der Schreibstil war mir teilweise zu "jugendhaft". Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet, es konnte mich leider nicht umhauen und war in meinen Augen zu konstruiert und unrealistisch.
Diesen Thriller kann man gelesen haben, muss man jedoch nicht.

Vielen Dank an den cbt-Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

3,5 Sterne für "Die Mühle"!

Montag, 19. September 2016

Rezension: Lauren Rowe - The Club: Match

Eckdaten:
Titel: The Club - Match
Originaltitel: The Reclamation
Autor/in: Lauren Rowe
Genre: Young Adult/Contemporary
Seitenzahl: 240
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2016
 Verlag: Piper
Preis: 12,99 € (Broschiert)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 2,5 sterne


Inhalt:    
Sie haben mit dem Club abgeschlossen, aber der Club noch nicht mit ihnen!
 Nach ihrem gemeinsamen Kurzurlaub müssen sich Jonas und Sarah neuen Herausforderungen stellen. Zum einen steht ihre frische Liebe immer wieder auf der Kippe, zum anderen ist Sarahs Leben plötzlich in Gefahr, denn der Club hat ihren Verrat nicht vergessen. Jonas will sie in Sicherheit wissen und überredet sie, bei ihm einzuziehen. Doch schon bald erkennt Sarah ihn fast nicht wieder. Als er eines Abends unter fadenscheinigen Vorwänden die Wohnung verlässt, kann Sarah nicht mehr anders: Sie schnüffelt in seinem Handy herum – und stellt zu ihrem Entsetzen fest, dass er gerade ein Club-Match hat …


Meine Meinung: 

Nachdem ich vom ersten Teil dieser Reihe, "The Club - Flirt" so begeistert war und es damals in einem Rutsch durchgelesen habe, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an den zweiten Teil und habe mir viel von diesem erhofft. Leider wurde ich aber ziemlich enttäuscht.
Der zweite Teil setzt genau da an, wo der erste Teil so dramatisch aufgehört hat. Der Wiedereinstieg in die Geschichte fiel mir persönlich leicht, der Schreibstil von Lauren Rowe ist wieder sehr flüssig und einfach; es macht Spaß, das Buch zu lesen. Auch die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind weder zu kurz, noch zu lang.
Auch der zweite Teil ist aus der Sicht von unseren zwei Protagonisten Sarah und Jonas geschrieben. Aus diesem Grund war es toll, wieder die Gefühlsleben beider Personen kennenzulernen und zu wissen, was die beiden in den verschiedensten Personen denken und fühlen.
Kommen wir nun aber zu dem großen Kritikpunkt am Buch: ich hatte das Gefühl, dass in diesem Buch rein gar nichts passiert. Klar, zwischen Jonas und Sarah geht es oft richtig heiß her - für mich persönlich war es aber schon eindeutig zu oft. Gerade am Anfang des Buches, als alle noch in einer Art Schockzustand sind, ist es für mich unverständlich, wie Jonas und Sarah kurz danach darauf reagieren und damit umgehen.
75% des Buches besteht aus Szenen, in denen die beiden mal wieder die Lust überkommt, und das war für mich persönlich eindeutig zu viel. Die Geschichte an sich kommt so überhaupt nicht voran, weil sonst einfach nichts passiert. Die Szenen, in denen dann mal etwas passiert, wirken dann auch eher "schnell mal hingeklatscht" sowie ziemlich unrealistisch, überstürzt und auch sehr lieblos beschrieben. Diese Szenen, die dann auch wirklich mal spannend sind und die Geschichte rund um die Geheimnisse des Clubs voranbringen, werden dann leider auch sehr schnell abgehandelt. Das fand ich echt schade, weil der erste Band der Reihe viel mehr Story hatte.
Das Ende des Buches ist sehr dramatisch und spannend, und es endet wie der erste Band auch mit einem gewaltigen Cliffhanger. Ich weiß jedoch noch nicht, ob ich die Reihe weiterlesen werde, da ich vom zweiten Teil wirklich enttäuscht bin. Es wirkt einfach, als hätte Lauren Rowe dieses Buch ganz schnell geschrieben, hauptsache, um eine Reihe füllen zu können. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sie diesen zweiten Teil auf 350-400 Seiten verlängert und ein bisschen mehr Story untergebracht hätte.


Fazit: 
Leider ist "The Club - Match" eine große Enttäuschung für mich. Vom ersten Teil der Reihe war ich so begeistert, aber der zweite konnte leider überhaupt nicht mit ihm mithalten. Es ist kaum Story vorhanden, alle Charaktere außer Jonas & Sarah bleiben ziemlich blass und die wenigen, spannenden Szenen im Buch werden schnell abgehandelt und wirken sehr unrealistisch. Echt schade, ich bin nun ziemlich unschlüssig, ob ich die Reihe weiterlesen möchte.

Vielen Dank an den Piper Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

2,5 Sterne für "The Club - Match"!


Mittwoch, 7. September 2016

Rezension: Madline Schachta - Für immer vergeben

Eckdaten:
Titel: Für immer vergeben
Originaltitel: Für immer vergeben
Autor/in: Madline Schachta
Genre: Lovestory
Seitenzahl: 223
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2016
 Verlag: Red Bug Books
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
2,99 € (eBook)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 4 sterne


Inhalt:    
Nach einer schmerzhaften Trennung will Mina am Meer ein neues Leben beginnen. Dort trifft sie auf Lian. Eine zarte Beziehung bahnt sich an. Doch bevor sich Mina auf ihn einlassen kann, muss sie viele alte Erinnerungen loslassen. Am liebsten würde sie neu anfangen und alles vergessen. Wirklich alles?


Meine Meinung: 
Von Madline Schachta habe ich vor einiger Zeit bereits das Buch "Wo du auch sein wirst" gelesen und war hellauf begeistert davon. Im Juli diesen Jahres ist mit "Für immer vergeben" ihr neuer Roman herausgekommen - und es war natürlich klar, dass ich dieses Buch lesen muss!
Wir lernen gleich auf den ersten Seiten unsere Protagonistin kennen, die 18-Jährige Mina, die nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Exfreund Philipp zu ihrer Oma ans Meer fährt, um erst einmal den Kopf freizubekommen und sich ein wenig abzulenken. Sie nimmt sich vor, das Haus ihrer Oma zu renovieren und kriegt dabei auch tatkräftige Unterstützung von Lian, den sie am Strand kennenlernt und der sie sofort magisch anzieht.
Eines Tages entdeckt Mina bei ihrer Oma eine Schatulle, die sie auf eine magische Art und Weise bestimmte Sachen/Ereignisse vergessen lässt. Sie braucht nur gewisse Gegenstände hineinlegen, die mit dem Ereignis in Zusammenhang stehen.
Während sie es anfangs noch nicht glauben kann, findet sie schnell Gefallen daran und nutzt die Schatulle, um all die negativen Erinnerungen mit Philipp auszulöschen. Aber ist das wirklich eine gute Idee?
Der Schreibstil von Madline Schachta ist, wie auch schon in "Wo du auch sein wirst", einfach unglaublich, man fühlt sich in ihren Büchern einfach immer direkt wohl. Außerdem hat sie das große Talent, große Emotionen sehr gut rüberkommen zu lassen. Es gibt eine Szene relativ zum Schluss, in der Mina etwas wirklich trauriges erfährt. Ich bin wirklich keine Leserin, die bei Büchern oft weint, aber diese Szene war so gefühlsecht beschrieben, dass mir fast ein Tranchen aus den Augen kullerte.
 Das Buch ist vom Schreibstil her wirklich sehr einfach zu lesen und ist trotzdem an manchen Stellen fast poetisch. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen :-)
Mit der Protagonistin Mina konnte ich mich auch recht schnell anfreunden, ich mochte ihre Art sehr. Aber auch Lian als männlichen Protagonisten fand ich wirklich großartig. Und die beiden zusammen waren einfach unschlagbar.
Das Buch endet rund und ganz nach meinem Geschmack, und hält auch noch eine ganz wichtige, unglaublich wahre Botschaft bereit.
Einen Stern Abzug gibt es trotzdem, da mir einige Ereignisse in dem Buch leider etwas zu schnell gingen. Das Buch ist mit seinen knapp 220 Seiten ja ziemlich dünn. Ich persönlich hätte mir einfach gewünscht, dass ein paar Sachen noch ausführlicher beschrieben worden wären.


Fazit: 
"Für immer vergeben" ist in erster Linie eine wunderschöne Liebesgeschichte. Gleichzeitig behandelt das Buch jedoch auch wichtige Themen wie Trauer, Erinnerungen und das Vergessen und liefert dem Leser wirklich wunderschöne Botschaften mit auf den Weg. Einen Stern musste ich bei der Bewertung leider abziehen, da mir vieles im Buch leider ein wenig zu schnell ging. Ich hätte mich gefreut, wenn manches noch ein wenig ausführlicher beschrieben worden wäre.
Trotzdem eine echte Leseempfehlung! :-)

Vielen Dank an den Red Bug Books Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

4 gute Sterne für "Für immer vergeben"!





Freitag, 2. September 2016

Rezension: Alena & Alexa Coletta - Geteiltes Blut.com

Eckdaten:
Titel: Geteiltes Blut.com
Originaltitel: Geteiltes Blut.com
Autor/in: Alena & Alexa Coletta
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 460
Reihe: Teil 1
Erscheinungsdatum: 5. Mai 2016
 Verlag: Impress (Carlsen)
Preis: 3,99 € (eBook)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 4,5 sterne


Inhalt:    
Die 17-jährige Julie Turner stammt dem Zweig einer traditionellen Vampirjägerfamilie ab, der durch ihre Eltern in Ungnade gefallen ist. Während ihr Cousin zusammen mit anderen Londoner Vampirjägern die Metropole beschützt, kann sie ihren Jagdtrieb lediglich als Hackerin beim Aufspüren gut geschützter Firewalls ausleben. Dabei trifft sie auf die von einem gewissen Mephisto betriebene Bluttauschbörse »Geteiltes Blut dot Com« und wird plötzlich doch noch für die Vampirjägergilde interessant. Sollte sie diesen Mephisto aufspüren, wird die Ächtung aufgehoben, so heißt es. Aber obwohl ihr der attraktive Val Devine, einer der besten jungen Vampirjäger, zur Seite steht, scheint Mephisto ihnen immer einen Schritt voraus zu sein – und bald weiß Julie nicht mehr, ob sie die Fäden noch selbst in der Hand hält oder längst zu einer Figur in Mephistos Spiel geworden ist...


Meine Meinung: 
Ich habe eigentlich seit "Twilight" keine wirkliche Vampirgeschichte mehr gelesen, und das ist nun bestimmt schon über 5 Jahre her. Dementsprechend habe ich mich sehr auf dieses Buch gehört, als ich gelesen habe, dass es um Vampire geht. Ich war sehr gespannt, ob dieses Buch einfach eine 0815-Geschichte über Vampire ist (wie es sie heutzutage zuhauf gibt), oder ob es aus der Konkurrenz heraussticht.
Der Start in die Geschichte war super. Wir werden schnell mit unserer Protagonistin, Julie, vertraut gemacht und tauchen in ihre Welt ein. Ich muss sagen, dass mir Julie während des Lesens wirklich unglaublich sympathisch geworden ist. Sie ist eine sehr starke Protagonistin, die weiß was sie will und definitiv nicht auf den Mund gefallen ist. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, mit ihr zusammen London zu erkunden und zu entdecken.
Aber auch die weiteren Charaktere im Buch (beispielsweise James, Val, Dora oder auch Rob) haben mir sehr gefallen. Sie sind alle gut in die Geschichte eingebaut wurden und hatten alle ihren eigenen Charakter. Besonders Val Devine ist mir auf jeden Fall im Kopf geblieben - er hat wirklich großes Potenzial zu einem absoluten Book-Boyfriend zu werden, da ich ihn wirklich toll fand.
Die Geschichte nimmt rasant an Fahrt auf und schnell stecken wir als Leser mitten in dem großen Geheimnis um der Homepage "Geteiltes Blut.com". Was genau ist diese Webseite? Wer steckt dahinter? Wer ist dieser "Mephisto"?
Gut fand ich wirklich, dass man nie wirklich wusste, wer in der Geschichte nun gut oder böse ist. Immer wieder wechselte sich meine Meinung über verschiedene Charaktere. Es passieren immer wieder überraschende Dinge, mit denen man absolut nicht rechnet und die eine Person wieder und wieder in ein neues Licht rücken.
Ich hatte wirklich Spaß daran, mit Julie alles über die mysteriöse Webseite herauszufinden und mit ihr gemeinsam alles über ihre Vergangenheit und die Vampirjäger im Allgemeinen zu entdecken.
Der Schreibstil der Autorinnen war dabei die ganze Zeit über sehr flüssig und einfach, sodass man der Geschichte super folgen konnte. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.
Das Ende dieses Buches ist noch einmal sehr spannend und die Ereignisse überschlagen sich - und das eigentliche Ende an sich ist offen. "Geteiltes Blut" ist nämlich der Auftakt einer Reihe, und nach diesem Ende wird es wohl nicht lange dauern, bis ich den zweiten Teil lesen werde, der zum Glück schon erschienen ist! :-)


Fazit:
Wer Lust auf eine tolle, extrem spannende Vampirgeschichte hat, die so gar nicht 0815 ist und vor starken, einzigartigen Charakteren nur so strotzt, der sollte sich "Geteiltes Blut.com" auf keinen Fall entgehen lassen! Habt aber im besten Fall den zweiten Teil der Reihe bereits vorrätig haben, denn nach diesem Ende braucht ihr ihn auf jeden Fall! 

Vielen Dank an den Impress-Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

4,5 Sterne für "Geteiltes Blut.com"!


Dienstag, 30. August 2016

Rezension: Ursula Poznanski - Elanus

Eckdaten:
Titel: Elanus
Originaltitel: Elanus
Autor/in: Ursula Poznanski
Genre: Jugendthriller
Seitenzahl: 413 Seiten
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 22. August 2016
 Verlag: Loewe
Preis: 14,95 € (Broschiert)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 5 sterne


Inhalt:    

Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.


Meine Meinung: 
Diejenigen, die mich gut kennen, wissen: ich liebe Ursula Poznanski und all ihre Bücher! Und so stand es für mich außer Frage, dass ich natürlich auch ihr neuestes Buch "Elanus" lesen muss - gerade wenn der Klappentext wieder richtig, richtig interessant und spannend klingt.
Poznanski hat einfach einen ganz eigenen Schreibstil. Er ist immer sehr atmosphärisch dicht und realitätsnah. Nichts wirkt überzogen oder unwirklich, man kann sich einfach gut in das Szenario hineindenken und ist als Leser immer hautnah dabei.
  Poznanskis Charaktere sind immer unglaublich gut gezeichnet und eingeführt und wirken zudem sehr lebhaft und authentisch. Es sind ganz sicher keine 0815-Charaktere und vielleicht auch nicht immer die sympathischsten - doch gerade das macht sie so greifbar und real. Denn sie sind einfach keine typischen Helden und haben alle ihre Fehler und Macken.
So auch unser Protagonist Jona in "Elanus". Er ist ein echtes Genie, kann schwierige Matheaufgaben und komplexe Rätsel blitzschnell lösen und baut sich einfach so seine eigene Drohne - dafür fallen ihm jedoch soziale Beziehungen zu anderen Menschen ziemlich schwer. Am Anfang war mir Jona zugegebenermaßen ziemlich unsympathisch, da er gerade auf den ersten Seiten unglaublich arrogant, selbstsicher und fies rüberkommt. Mit der Zeit lernt man ihn jedoch besser kennen und
Wir begleiten Jona also dabei, wie er bezüglich seines Studiumbeginns zu seiner neuen Gastfamilie zieht und wie er sich dort einlebt. Anfangs scheint alles noch ziemlich harmonisch, doch sehr schnell häufen sich die mysteriösen Vorkommnisse und scheinbar alle Menschen in seiner Umgebung benehmen sich immer merkwürdiger und geheimnisvoller. Einzig und allein auf seinen Nachbarn Pascal und auf seine Kommilitonin Marlene scheint er noch vertrauen zu können.
  Jonas großes Hobby ist seine eigens gebaute Drohne, mit welcher er andere nur mithilfe derer Handynummer ausspionieren kann. Durch dieses Hobby in Kombination mit seiner Auffassungsgabe, seiner Logik und seiner Intelligenz kommt er so nach und nach immer mehr einem dunklen Geheimnis auf die Spur.
Was für ein Geheimnis das ist, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Ich kann nur eins sagen: lest dieses Buch! Mit einer solchen Auflösung hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Poznanski schafft es immer wieder, in ihren Büchern topaktuelle Themen (hier: Drohnen, Bespitzelung, Spionage) einfach für Jugendliche passend aufzuarbeiten und in einer tollen, absolut spannenden Story zu verpacken. Das hatte mir damals schon in "Erebos" so gut gefallen, und in "Elanus" noch umso mehr.
 Alle losen Fäden wurden am Ende gut zusammengeführt, es bleiben keine offenen Fragen und es gibt auch keine Logikfehler. Das Ende ist schon sehr schockierend und kam für mich unerwartet - also genau das, was man sich von einem guten (Jugend-)Thriller erhofft!
Ich hatte das Buch mit seinen 413 Seiten wirklich unglaublich schnell durchgelesen. Dies liegt zum einen natürlich an Poznanskis tollem Schreibstil, mit dem sie es schafft, einfach JEDEN Leser in ihren Bann zu ziehen, sodass man das Buch einfach nicht weglegen möchte. Zum anderen hatten die Kapitel eine angenehme Länge, sie waren nicht zu kurz und nicht zu lang.
So hatte ich das Buch schnell ausgelesen, weshalb es jetzt wieder ein ganzes Jahr auf einen neuen Jugendthriller von ihr warten heißt.



Fazit:
Und wieder einmal ist es Ursula Poznanski gelungen, mich mit einem fesselnden, packenden und topaktuellen Thriller umzuhauen! Mir hat die ganze Thematik und Szenerie in diesem Buch unglaublich zugesagt und durch Poznanskis wirklich grandiosem Schreibstil konnte ich wieder für einige Lesestunden aus der Realität fliehen und mich voll und ganz in Jonas Welt begeben.
Ursula Poznanski kann einfach schreiben wie keine Zweite und ihre Bücher gehören meiner Meinung nach einfach in jedes Bücherregal! :-)

Vielen Dank an den Loewe Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Absolut verdiente 5 Sterne für "Elanus"!